Experience
2013-01-18

One Page Wonder

Eine Seite Wunder bitte

Für unseren Lieferanten Getränke Hofmann durften wir ein kleines Wunder vollbringen. Und das fing mit einer oft an uns gerichteten Frage an: „Ihr macht doch Webseiten – könnt ihr uns nicht auch eine machen?” Inhaber Marc Hofmann vermutete nicht, dass in dieser Frage ein für uns sehr reizvolles Briefing steckte. Nämlich eine komplette Website in einer einzigen Seite unterzubringen. Diese sogenannten „Single-Page Websites” sind ein anhaltender Trend und stellen besondere Herausforderung an die Struktur, die Gestaltung und unter der Haube befindlichen Technik. Und so konnten wir es uns nicht nehmen lassen wie Barney Stinson zu antworten: „Herausforderung angenommen!”

Die beste Struktur ist keine

Da „Single-Page Websites” nur aus einer einzigen Seite bestehen, entfällt beim Besucher die übliche Desorientierung nach einem Seitenwechseln, wie wir es von mehrseitigen Websites kennen. Denn nach jedem Seitenaufbau im Browser fragt sich der Besucher: Bin ich da, wo ich hin wollte? Was habe ich überhaupt ausgewählt? Wie komme ich wieder zurück? Und was wird mir alles auf dieser Seite angeboten? All diese Fragen sind mehr oder minder akut und beschäftigen den Besucher, obwohl er sich mit den Inhalten der Website beschäftigen sollte. Natürlich macht eine „Single-Page Website” nur für eine überschaubare Menge an Inhalten Sinn. Die gefürchtete Rolle der Langeweile, lange Ladezeiten und das selektive Vergessen begrenzen die Länge einer „Single-Page Website”.

8-Bit und Skeuomorphismus

Bei der Gestaltung haben wir uns von zwei polarisierenden Trends beeinflussen lassen. Zum einem von der 8-Bit-Technik, die ihren Ursprung in den beschränkten grafischen Möglichkeiten von vor 30 Jahren populären 8-Bit-Computern, wie dem Commodore C64 und dem Atari 400 / 800 oder Spielkonsolen, wie dem Super Nintendo und der PC-Engine hatte. Diese Beschränkungen empfanden Programmierer damals als wahre Herausforderung und entwarfen einen eigenen, fast expressionistischen Stil, dem heute nachgeeifert wird. Der andere Trend wird Skeuomorphismus genannt und beschreibt die stoffliche, fast haptische Gestaltung von Bildschirmelementen auf Computern. Zwar scheiden sich gerade die Geister über die Zukunftsfähigkeit dieses Trends in Zeiten von Windows 8 Kacheln und Jony Ive’s reduziertem Design für Apple – doch ungeachtet dieser Diskussion ist Skeuomorphismus ein ideales Instrument, um ein unverwechselbares, gemütliches und sympathisches Zuhause zu schaffen.

Reden wie die Kunden

Die Ansprache der Besucher war eine weitere Herausforderung, da sich die avisierte Zielgruppe von Internetaffinen Senioren bis zu Werbeagenturen erstreckt. Und hinzu kommt, dass Marc Hofmann strikt eine zu werbliche Ansprache ablehnt: „Ich will nicht auf meiner Webseite so sprechen, wie ich es selbst nicht ausstehen kann”. Als gebürtiger Rheinländer galt es noch eine weitere Komponente in die Ansprache zu integrieren: Humor. So hat Ad & Breakfast mit gewohnt sparsamen Kunden-Input eine inhaltliche Punktlandung vollbracht und Marc Hofmann gratulierte mit „Besser hätte ich es nicht formulieren können, wenn ich es denn gekonnt hätte”.

Einfach ganz einfach bestellen

Für ein ausgewachsenes Shop-System fehlten die Mittel und trotzdem wollten wir es den Kunden so einfach wie möglich machen zu bestellen. So gestaltete Ad & Beakfast ein Bestellformular mit Gedächtnis. Selbst nach einem Reload vergisst unser Formular nicht seinen Inhalt und der Besucher muss seine Adress- und Lieferdaten sowie die üblichen Artikel nur einmal eingeben. Statt einer unendlichen Auswahlliste mit Getränken, können Besucher ihre Wunschartikel umgangssprachlich formulieren. „Ich weiß ja, was die Kunden immer bestellt haben. Und wenn es mal was Neues sein soll, schreibe ich einfach eine E-Mail zurück mit der genauen Artikelbeschreibung. Dann kann der Kunde das einfach in sein Bestellformular übernehmen.” erklärt Marc Hofmann. So spart guter Kundenservice unnötige Komplexität beim Bestellen – was insbesondere Bestandskunden zum Wechsel auf die neue Website ermuntern soll.

Wenn die Geschichte eine Geschichte ist

Natürlich ist es schwierig als Familienunternehmen in der zweiten Generation wie ein schillerndes Internet-Startup rüber zu kommen. Es fehlen einfach die durchgemachten Hackathons, zwielichtige Investoren und charaktervolle Booth Babes. Aber Gründer sind Gründer – auch vor 50 Jahren. So haben wir die humorvolle Geschichte mit aktueller Technik und ein einem halben Dutzend visionären Ideen kombiniert. Eat this Startups! Denn auch im Getränkeliefer-Business ist noch Platz für Innovationen. Investoren sind willkommen ;–)

Vorteilhafte Vorteile

Abgerundet wird das Einseitenwunder mit den Vorteilen, die Kunden von Getränke Oberkassel genießen. Hier haben wir mit Inhaber Marc Hofmann ge-brainstormt und vier handfeste gefunden: Vielfältige Bestellmöglichkeiten von klassisch bis modern. Transparente Preise ohne Sternchen und Kleingedrucktem im Umfang eines Beipackzettels. Flexible Liefertermine, wie man sie sich von Technikern hiesiger Telekommunikationsunternehmen nur erträumen kann. Und substanzielle Freude am Getränkebestellen, weil es so einfach und sympathisch ist. Weitere Vorteile sind in Vorbereitung: Das Layout der Webseite ist grundsätzlich „responsive” – sprich es passt sich auf verschiedene Endgeräte, wie PCs, Tablets und Smartphones an. Die Smartphone-Version befindet sich in der Entwicklung und wird demnächst freigeschaltet.

Wir wünschen Marc Hofmann und seinen Kunden noch viel Freude mit der Getränke Oberkassel Webseite. Wenn Sie sich auch für eine „Single-Page Website” oder ein paar Seiten mehr interessieren, sprechen Sie uns an. Wir freuen uns über Kunden, die eine ganzheitliche Online Betreuung und Premium Beratung zu schätzen wissen. Schicken Sie eine E-Mail an .

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